Diese Tour fuehrt Sie in das spektakulaere Seevogelschutzgebiet von Cape St. Mary's Ecological Reserve und in eine Gegend der Placentia Bay, die eine aufregende Rolle in der Geschichte Nordamerikas spielte, in den fruehen Tagen, als England mit Frankreich um die Kontrolle der Kolonie und Nordamerikas kaempfte.
Beginnen Sie in Whitbourne auf der Route 81. Die Fahrt vom westlichen Teil St.John's dauert ungefaehr eine Stunde. Whitbourne ist der Geburtsort von Newfoundlands frueherem Premier Minister, Sir Robert Bond. Er war ein eloquenter Politiker und vielleicht unser groesster Staatsmann. Seine Gegenseitigkeitsvereinbarungen mit den Vereinigten Staaten waren die Vorlaeufer von internationalen Handelsvereinbarungen.
Auch die Rodrigues Weinkellerei ist in Whitbourne angesiedelt. Hier wird Wein aus heimischen Blaubeeren fuer nationale und internationale Maerkte gekeltert.
Markland auf der Route 81 wurde in den desolaten Tagen der grossen Depression gegruendet. Um ihre Selbstaendigkeit zu foerdern, wurden Familien aus St.John's in neue Kommunen umgesiedelt.
Die Strecke zwischen Markland und Colinet auf der Route 81 ist nicht befestigt. Colinet wurde wahrscheinlich nach Andre Colonet, Meister des fransoezischen Fischfangschiffs, Le Montaran, benannt. Schon in 1723 besassen John Masters und sein Partner Philip Watson Fischfanggebiete in St.Mary's Bay bei Colinet.
Von Colinet nehmen Sie die Route 91 um im Rocky River zu beobachten, wie atlantische Lachse ueber kuenstliche Leitern klettern. Sie fahren weiter auf dieser Strasse, bis sie zum Cataracts Provinical Park kommen. Dieser Picknickpark, erreichbar ueber Wanderwege, wurde um eine tiefe Schlucht mit zwei herabstuerzenden Wasserfaellen angelegt. Um 1920 machte Newfoundlands erster motorisierter Tourist diesen wunderschoenen Ort zu seinem Ausflugsziel. Die Faszination der Natur der Flusslandschaft hat sich bis heute gehalten.
Kehren Sie zurueck auf die Route 92. Sie fahren suedlich bis Branch, dem
Anfang
des Kapufers. Iren mit Namen wie Nash, McGrath, Coffey, Doyle und Power
siedelten
hier um der Hungersnot und Unterdrueckung in ihrem Lande zu entfliehen.
Da sich
seitdem in diesen Ortschaften nicht viel veraendert hat, tragen die
Nachfahren der
fruehen Siedler noch die gleichen Familiennamen. Die Gegend ist immer
noch ein
Wunderland bestehend aus Fluessen, Seen, ruhigen Huegeln und, nicht zu
vergessen,
dem Oedland. Entland des Ufers finden Sie grasenden Schafe, bunte
Haeuser, alte
Kirchen, gewundene Gassen und eine irische Atmosphaere.
Wie die Einwohner selbst sagen, suchen Sie hier bitte keinen Glanz. Das Leben spielt sich auf einer persoenlichen Ebene ab. Besuchen Sie die Einwohner und unterhalten Sie sich bei einer Tasse Tee. Sie werden vieles ueber die Geschichte der Menschen und der Gegend erfahren. Sie werden hoeren, wie die irischen Siedler mit dem Verprechen eines neuen Anfangs gekoedert wurden, oder wie Solo, der Hausierer, ein Vermoegen aus einer zerstoreten Fracht Baumwollfadens machte. Und natuerlich, weil es sich hier um irisches Land handelt, gibt es auch eine Goldgraebergeschichte. Die Legende besagt, dass ein Mann namens Andy Nash ueber ein Goldader stolperte, als er an einem sehr nebligen Tag das Oedland ueberquerte. Er konnte die Stelle danach nie wieder finden! Es gibt auch eine Geschichte ueber einen verborgenen Schatz, der anscheinend in einem laengst vergessenen Winkel liegt und nur darauf wartet, von einer unternehmungslustige Seele entdeckt zu werden.
Die Gastfreundschaft hier ist warm und echt. Deswegen kommen die Besucher
immer wieder zurueck. Die Sprache der Menschen ist einzigartig und die
Musik wird Ihr Herz im Laufe eines Liedes brechen und wieder heilen.
Am Ende einer Strasse, westlich von Branch, liegt Point Lance mit seinem feinen Strand. Auf die Route 100 fahren Sie bis zu der Verbindungsstrasse, die nach Cape St.Mary's Ecological Reserve fuehrt. Das Areal ist mit einem Schild markiert. Die 16 Kilometer lange Strasse fuehrt zu einem Ausblick, der in dem newfoundlaendischem Volkslied "Let Me Fish off Cape St. Mary's"verewigt wurde, aufgenommen von der ortsansaessige Band The Irish Descendants.
Das Naturschutzgebiet am Kap St.Mary's kann das ganze Jahr ueber besucht werden. Ein Erlaubnis ist nicht noetig. Das Interpretationszentrum ist im Sommer geoeffnet und es gibt qualifizierte Fuehrer, die Ihre Fragen beantworten und Sie durch das Reservat leiten.
Folgen Sie der Route 100 bis St.Bride's. Die irische Vergangenhiet ist lebendig in dieser Gegend. Traditionelle Lieder, Tanz und Schilderungen haben die Jahrhunderte ueberlebt. Aufregend traditionelle Kuenstler aus der Kapkueste fuehren ihre Musik an Volksfesten in der ganzen Provinz auf. In der Naehe liegt Cuslett, eine Ortschaft in einen der vielen piktoresken Kuestentaeler.
Angels Cove, wo man wunderbar schwimmen kann, ist die naechste Ortschaft. Diese Strecke der Kapkueste wurde im fruehen 19.Jahrhundert von Iren, beschaeftigt bei der Placentia Firma "Sweetman's", besiedelt. Angels Cove ist ungewoehnlich, weil es eine der wenigen Ortschaften Newfoundlands ist, die urspruenglish als ein landwirtschaftliches Unternehmen gegruendet wurde.
In Gooseberry Cove Provinical Park koennen Sie beobachten, wie die Wellen an den Sandstrand rollen oder haben die Moeglichkeit, zwischen den ungewoehnlichen violetfarbenen Steinformationen um die Bucht herumzuspazieren. Ehe Sie weiter nach Little Barasway und Great Barasway fahren, koennen Sie an der schoenen grasigen Picknickstelle eine Pause machen. Der Namen "Barasway" kommt von dem neufundlaendischen Ausdruck fuer barachois - eine sandige Landenge, welche Schutz fuer freiliegende Haefen bietet.